Neues Gewässer - neues Glück: 31kg Spiegelkarpfen
 

DA KOMMT DER ZEIGER IN WALLUNG !! Und bleibt so schnell nicht wieder stehen. Das Ergebnis wurde gleich mehrfach kontrolliert und die Freude war riesengroß. Ein Spiegelkarpfen mit einem Gewicht von etwas mehr als 31kg lies Dominik bei seiner 1. Session  mit den selbst abgerollten Boilies aus dem CARPODROM "THE NUT" MIX nicht nur staunen. Das Grinsen im Gesicht war nicht mehr wegzubekommen. Und der Start für Dominik ins Team Pfalzcarp war perfekt. Besser hätte es nicht laufen können !

Der Karpfen wurde von Dominik nun schon das 2. Mal gefangen. An einem Freitag im September geschah das unglaubliche. Dominik fütterte den Spod einige Tage lang mit selbstgerollten Boilies aus der Carpodrom Alpha Range. Der Mix "The Nut" ist nicht nur die Basis der erfolgreichen Readyboilies "Purple Haze" sondern auch anscheinend der neue Leckerbissen dieses wunderschönen Spiegelkarpfen. "Goliath" wie in Dominik taufte konnte den Boilies am Futterplatz nicht wiederstehen und landete so erneut in dem Kescher von Dominik. Als Dominik mich am 4. September anrufte und zur Fotosession einlud konnte ich es erst nicht glauben. Der gleiche Fisch wie vor einigen Wochen. Echt der Hammer ! Die Strategie ging auf und Dominik war "König für einen Tag". Natürlich schnappte ich mir gleich den Fotoapparat und fuhr direkt zu Dominik an den See.


Goliath Undercover                                                                                                            erschienen in der 20. Ausgabe des Carp in Focus

Die Giganten, wer kennt sie nicht? Schuppenkarpfen wie „Mary“ oder der Spiegler „Joe“ lassen Karpfenanglerherzen höher schlagen. Diese Ausnahmefische sind heute weithin bekannt. Denn es vergeht kaum ein Jahr, in dem sie nicht von einer bekannten Anglergröße oder von einem, der selbiges noch werden möchte, in die Kamera gehalten werden. Hand aufs Herz: Die in Fachmagazinen oder im Internet veröffentlichten Bilder hätte man nur all zu gerne von sich selbst. Wer genauer hinsieht, wird feststellen, dass es immer dieselben Fische sind, die zum x-ten Mal gefangen wurden. Aber selten liegen die Gewässer, in denen die bekannten Großkarpfen schwimmen, um die Ecke. Von den guten Beziehungen die man haben muss, um eine Angelerlaubnis zu erhalten, ganz zu schweigen. Und selbst wenn dies gelingt, hat man noch keine Garantie, dass man sich als Otto-Normal-Angler irgendwann zum Kreis jener glücklichen Angler zählen darf, der den begehrten Fisch auch fangen konnte.Aber resignieren Sie nicht. Die Chancen auf einen bis dato noch unbekannten Ausnahmefisch werden zwar ständig kleiner, weil heute fast jedes Gewässer intensiv beangelt wird. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gibt es in Deutschland überhaupt noch große Karpfen die nicht schon einen Namen tragen und unzählige Male gefangen wurden ? Gibt es Ihn, den "Außnahme-Fisch" den noch keiner kennt ?  

Und vor allem:  CAN WE CATCH THEM ?

Team-Mitglied DOMINIK weiß darauf eine Antwort: "YES - YOU CAN !"

Verbote über Verbote
Manchmal ist es gar ein unscheinbarer Vereinsteich, der eine gewichtige Überraschung birgt. Doch der Weg zum Ausnahmefisch kann steinig sein. Denn oft sieht man sich als Karpfenangler mit unüberwindbaren Hindernissen konfrontiert. Hindernisse, die von Vereinsvorständen speziell für unsere Fraktion aufgestellt wurden. Da sind Futterboote verboten, das Markern ebenso, und sogar Gaskocher dürfen nicht verwendet werden. Von einschneidenderen Verboten ganz zu schweigen: Bivvies, Boilies oder Anfüttern stehen da schnell auf dem Index. Der Einfallsreichtum der meist betagten Herren Vereinsvorstände scheint grenzenlos. Die Karpfenangler sollen einfach vom See fern gehalten werden. Da bleiben dem Karpfenangler nur zwei Möglichkeiten: Entweder er weicht an Gewässer aus, wo es diese Einschränkungen nicht gibt, die aber genau deshalb bereits von vielen Karpfenanglern befischt werden. Oder er sucht nach Gewässern, die wegen der erwähnten Verbote kaum Beachtung finden. Es gibt da freilich noch eine dritte Gattung von Gewässern: Jene, von denen nicht bekannt ist, dass dort große Fische schwimmen. Ein solches habe ich gefunden.

Suche mit Google Earth

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Gewässer, an dem ich ungestört fischen konnte. Es ging mir nicht um einen Ausnahmefisch. Mittels Google Earth machte ich jede kleine Pfütze ausfindig, ich notierte die Namen der Gewässer und Ortschaften sowie die dazugehörigen Wegstrecken. In den meisten Fällen jedoch führten die Recherchen zu keinem brauchbaren Ergebnis. Ein See jedoch, mit einer Wasserfläche von etwa 15 Hektar, schien eine genauere Betrachtung wert. Das Internet erbrachte leider keine Informationen über dort ansässige Angelvereine, Regeln für Gastangler, eventuelle Besatzmaßnahmen oder den Besitzer des Gewässers. Mir blieb nur ein Termin vor Ort. Am See angekommen unterhielt ich mich mit zwei älteren Anglern. Sie meinten, dass hier schon seit Jahren kein Bivvy mehr gestanden hätte. Vom Fischbestand hatten die beiden keine Vorstellung. Das Thema Lizenz war hingegen schnell geklärt, der See ist das Pachtgewässer eines Angelvereins.

Also machte ich mich an die Arbeit. 15 Kilogramm Boiliemix mussten verarbeitet werden. Das ist wahrlich kein Vergnügen, wenn man dafür nur abends nach der Arbeit Zeit hat. Und wenn man kein professionelles Equipment besitzt. Trotzdem wehte schon bald der Duft meiner ersten Boilies durch die heimische Wohnung. Das Erdnuss-Aroma war bis in den Hinterhof zu riechen.Die ausgewählte Futterstelle lag in 1,5 Meter Tiefe, vor einem riesigen Schilfgürtel. Der Spot befand sich geschätzte 70 Meter vom Angelplatz entfernt. Also hieß es: Dauerfeuer aus dem Wurfrohr. Da ich über den Karpfenbestand kaum Informationen hatte, wollte ich es mit den Futtermengen nicht übertreiben. An zehn Futtertagen verteilte ich jeweils ein Kilogramm Boilies auf dem Spot. Ich fütterte entweder kurz nach Sonnenaufgang oder am späten Nachmittag. Und mein Füttern zeigte Wirkung, viel schneller als ich das von stark beangelten Karpfengewässern kannte. Bereits nach drei Tagen konnte ich morgens einige Karpfen beim Gründeln auf dem Futterplatz beobachten.

Ein gutes Zeichen !!

              
                                



Am Angeltag selbst wurde nur wenig gefüttert, so sollten die hungrigen Karpfen gleich an den Haken kommen und hoffentlich auch der ersehnte "Futterneid" unter den Fischen ausbrechen. Damit ein paar Boilies am Haken liegen, nutze ich PVA.

Die Montage, simpel und fängig ...



Doppeltes Vergnügen

Am Angeltag selbst fütterte ich nur wenig. So wollte ich den Futterneid unter den hungrigen Karpfen auslösen. Und meine Taktik ging auf. Ein dicker Spiegelkarpfen, den ich später „Goliath" taufte, ließ sich auf meine leckeren Boilies ein. Glück muss man haben. Dabei fischte ich eine simple Montage: Ein 6er Gardner Mugga Haken an einem ummantelten Vorfach, die Ummantelung auf den ersten fünf Zentimetern nach dem Haken abgezogen. Dazu eine No-Knot-Anbindung des Hakens, versehen mit ein wenig Schrumpfschlauch über dem Öhr.

Die einfache Lösung war der richtige Weg. Denn nur wenige Wochen später landete dieser Karpfen zum zweiten Mal in meinem Kescher. Diesmal hatte ich mit der Spod-Rakete einige Tage lang mit selbstgerollten Boilies aus der Carpodrom Alpha Range gefüttert. Der Mix „The Nut“ bildet auch die Basis für die erfolgreichen Readyboilies „Purple Haze“. In meinem Fall erbrachte dieser Mix diesen Ausnahmefisch mit einem stolzen Gewicht von 31 Kilogramm. Es gibt sie also doch noch, die Fische, mit denen keiner gerechnet hat. Ich kann nur empfehlen: Schaut Euch um, erkundet auch die kleinen und unscheinbaren Seen. Womöglich schwimmt darin ein unbekannter Gigant.

Es ist für jeden Angler immer eine besondere Bestätigung wenn die Taktik aufgeht und wenn es wie in diesem Fall auch noch ein zu Recht genannter "Ausnahmefisch" mit einem stolzen Gewicht von 31kg ist der einem auf die Matte folgt, so kann mal wohl von einer erfolgreichen Session und Taktik sprechen.

Dieser Fang ist eine Bestätigung dafür dass es in Deutschland Gewässer gibt von denen man ein solches Potential nie erwartet hätte und dass es auch noch den unbekannten Großfisch gibt.

 


Schaut Euch um und erkundet die Seen an denen man normalerweise nicht fischen würde, da man es kaum für möglich hält das darin Giganten schwimmen. 

Unser Fazit:
"Nach der Mühe kommt der Lohn - In diesem Sinn auf zu neuen Gewässern ..."

DOMINIK WEBER
Team-Pfalzcarp