So jetzt
steht alles auf seinem Platz? Ja
tut es, und nun erst mal das
Futter anmachen für unsere
Freunde. Also erst mal die
Partikel in den Eimer und dann
den Eiscrusher raus holen und
zwei Kilo von den Pure
Fish Boilies crushen, die
Partikel beimischen, jetzt noch
ein wenig Salz und Chili Pulver
dazu geben. Dann das ganze mit
Spodmix zum binden bringen. Noch
ein Paar Minuten ziehen lassen
und dann zu Ballen formen. So
und jetzt heißt es: Was
gutes zum Futtern
geben !
Als wir
zurück auf unserem Platz sind
machen wir unsere Ruten fertig,
um sie auf die Spods zu Werfen.
Ruten raus, Swinger dran und den
Delkim scharf gemacht.
Noch eine Hand voll Boilis mit
dem Rohr gefüttert , und mal
schauen was kommt !
Jetzt
erst mal den Grill anfeuern.Bis
der Grill die richtige
Temperatur hatte unterhielt ich
mich mit Marius und wir redeten,
wie soll es auch anders sein
über Montage, Köder und
Spodsuche. Marius ist ein sehr
interessierter Zuhörer und
obwohl er ein „Neuling“ ist,
weiß er schon recht viel und ist
wissenshungrig wie ein Schwarm
Piranhas. Jetzt erst mal was für
den eigenen HUNGER tun, und dann
ab ins Zelt da es mittlerweile
schon nach 22:00 Uhr ist und ich
echt müde bin.
Ich
setzte mich gerade auf die Liege
und wollte es mir gemütlich
machen, da bekam ich den ersten
Vollrun der Nacht, also nix wie
raus und Rute hoch: „Der Sitzt“
rufe ich zu Marius ins Zelt. „Wo
bleibst Du ? Mach hin !“ Marius
stand auch dann direkt neben wir
und fragte voller Neugier: „Und
ist es ein großer oder ein
Flitzer ?“ (Flitzer =
Satzkarpfen) „Ich denke ein
großer“ antwortete ich kurz und
knapp, konzentrierte mich weiter
auf den Drill und war selbst
gespannt was sich da an den
Haken begeben hat. Da Marius
schon des öfteren mit mir zum
Fischen war machte er die
Wiegeschlinge und die Abhakmatte
nass, er wusste genau was zu tun
ist und so bereitete er alles
für den Landgang vor. Als ich
den Carp nach ca 10 min. Im
Kescher hatte musste ich den
Fisch nur noch auf den Wiegesack
legen und ihn an die Waage
hängen, der Zeiger der Waage
blieb bei 16 Kilo stehen.



 |
Jetzt
wieder schnell ab in den
Schlafsack da es
mittlerweile recht kalt
geworden war. Es muss so
ca. eine halbe Stunde
später gewesen sein, als
ich einen Fallbiss
bekommen habe. Ab raus,
die Rute aufgenommen und
ins leere Gehauen.
Also habe
ich wieder Rute wieder
auf den Spot geworfen
und eine Hand voll
Boilies dazu gefüttert,
und dann wieder ins
Zelt. Aus Jux sagte ich
noch zu Marius das ich
das Nächste Mal von
einem Vollrun geweckt
werden will ! Als ich
gerade meinen Schlafsack
zu habe bekomme ich
diesen auch prompt !
Solche Situationen mag
ich besonders und sie
zeigen ganz deutlich: Es
kann immer jeden Moment
der Bissanzeiger ertönen
! Nun das gleiche Spiel
wie eben raus aus dem
Zelt und die Rute Hoch,
und sitzt !
Als
Marius neben mir steht
fängt er auf einmal laut
an zu Lachen, als ich
meinte: „Bist Du nicht
mehr ganz klar im
Schädel ?“, meinte er
ich solle mal auf meine
Füße schauen. Ich
blickte also verwundert
nach unten und konnte es
kaum glauben. Denn da
hatte sich eine Kröte
doch glatt versucht sich
mir in den Weg zu
stellen und leider den
kürzeren gezogen ! Die
Kröte tat mir Leid, doch
ihr war leider nicht
mehr zu helfen.
Marius
war wieder nützlich an
meiner Seite und so lag
Matte, Wiegeschlinge und
Waage schon nass und
„Fischbereit“ am Ufer.
Der Zeiger der Waage
blieb dieses mal bei
15,8kg stehen.
Nachdem
ich die Montage
kontrolliert, einen
neuen Boilie aufgezogen
und bereit zum werfen
war passierte es:
PIEP – PIEP – VOLLRUN !
Der
nächste Karpfen lies
meine Bremse arbeiten
und den Bissanzeiger
musizieren. Auch dieser
Schuppenträger war ein
schönes Exemplar mit
fast 15kg.
Auch an
dieser Rute prüfte ich
Montage, beköderte neu
und bereitete alles vor
diese wieder auf den
Spod zu werfen. Einen
kurzen Moment verweilte
ich und wartete dass nun
auch wie vorhin kurz
vorm werfen eine Rute
abläuft, aber es sollte
nicht sein. Wäre ja auch
nur zu geil gewesen !
Aber wir wollen uns mal
nicht beklagen, denn
schließlich hatte ich
bereits sehr schöne
Fische auf der Matte
gehabt.
So flogen
durch die Stille der
Nacht meine beiden
Montagen hintereinander
an den Spod, gefolgt von
einem guten Kilo
Boilies.So gegen halb 4
bekam ich noch einen
Fallbiss den ich leider
nicht Verwerten konnte
und so warf die Rute
dann doch etwas
frustriert und etwas
verschlafen wieder an
ihren Platz.
|
Morgens
irgendwann, es muss so halb 6
gewesen sein, meinte dann mein
Hund er müsste eine Maus im Zelt
verfolgen und riss mich dann
doch sehr unsanft aus dem
Schlaf. Als die Maus dann
endlich das weite suchte und ich
den Hund beruhigt hatte, stand
auch schon Marius vor meinem
Zelt und meinte er könnte jetzt
einen Kaffe trinken und ich
hätte jetzt lange genug gepennt
! Da merkt man den
Altersunterschied. Denn ich
hätte gerne noch etwas im
Schlafsack gelegen. OK, dann
erst mal Wasser aufgesetzt und
den Kaffe gekocht. Das Wasser
war noch nicht mal am Kochen als
ich den letzten Biss dieser
Session bekam, einen schönen
Schuppi mit 13 Kilo.
Die 1.
Tasse Kaffee bekamen wir dann so
etwa um 8 Uhr. Wir saßen auf
unseren Stühlen und sprachen
über die vergangene Nacht. Ich
bedankte mich noch mal bei
Marius für seine
Hilfsbereitschaft. Meine Frau
kam dann auch schon kurz darauf
mit dem Frühstück zu uns und
nachdem wir uns gestärkt hatten
fingen wir auch schon an unsere
Ausrüstung zusammen zu packen
und machten uns auf den Heimweg.
"Pure-Fish
- der Name ist Programm !"
EUER Kai Lauer
TEAM PFALZCARP