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Heutzutage wird
hauptsächlich mit
Boilies unseren
geschuppten oder
ungeschuppten Freunden
nachgestellt, aber was
wäre wenn es auf einmal
keine Boilies mehr gäbe
bzw. sie verboten würden
??? Dieser Gedanke
beschäftigte mich schon
einige Zeit, bevor ich
mich entschloss diesen
Bericht zu schreiben.
Ich machte mir Gedanken,
wie die Angler früher
den Karpfen auf die
Schuppen gerückt sind.
Sie waren ja schließlich
auch erfolgreiche
Carphunter. Die
Antwort ließ nicht lange
auf sich warten…
3 Varianten fielen
mir sofort ein, die für
mich direkt als
Alternative in Frage
kämen:
1.
Der
Allround-Köder Wurm in
verschiedenen
Variationen
2.
der allseits
beliebte und
unterschätzte Mais
und last but not least
3.
Brot. Ja,
genau ein einfaches
Brötchen vom Vortag hat
schon manchen Fisch zum
Landgang überredet.
Die größten Nachteile
der Naturköder sind, sie
können von Kleinfische
leicht vom Haken gezupft
werde, ohne dass sie es
merken oder beim
Auswerfen wegfliegen.
Der Vorreiter in Sachen
Köderimitation ist die
Firma Enterprise
Tackle. Natürlich
gibt es sie auch von
anderen Herstellern,
aber diese Imitationen
überzeugen in Qualität,
Optik und Verarbeitung.
Nicht nur ich, sondern
Tausende von Anglern
vertrauen der Enterprise
Range. Man kann sie als
Einzelköder oder sehr
gut in Verbindung mit
Boilies fischen, aber
jetzt heißt es ja
Karpfenangeln ohne die
runden Murmeln…
Im
weiteren Verlauf werde
ich auf Vor- bzw.
Nachteile von Original
und Fälschung eingehen
und bebildert meine
Montagen vorstellen.
Fangen wir mit dem Wurm
an. Ein Köder der fast
jede Fischart an den
Haken bringt. Ich glaube
es gibt keinen Köder der
sich solange auf dem
Markt gehalten hat wie
der Wurm. Vom Rotauge
bis zum Waller, alles
fängt man mit diesem
Köder, also auch den
Karpfen.
Einzigste Voraussetzung
ist, man muss es
probieren…!!!
Es gibt verschiede
Arten Würmer. Da hätten
wir den Tauwurm, der
Größte unter den
Würmern, gefolgt vom
Laubwurm, Dentrobena
(Gelbschwanzwurm) und
Rotwurm.
Tauwurm und Laubwurm
eignen sich hervorragend
zum Angeln auf Wels und
Aal.
Ich persönlich setzte
am liebsten auf Karpfen
Dentrobena oder Rotwurm
ein. Der Dentro hat den
Vorteil, dass er ein
gelbliches Sekret im
Schwanzbereich absondert
und meiner Meinung nach
der quirligste unter den
oben genannten ist.
Rotwurm ist der
kleinster dieser
Gattung. Gute Erfolge
konnte ich durch
Kombination von Dentro
und Rotwurm verzeichnen.
Da man von ihnen mehrere
auf den Haken bekommt,
haben wir auch mehrere
Enden die sich bewegen,
was für den Karpfen
sicherlich leichter wahr
genommen wird als ein
einziger auf dem Grund
liegender Tauwurm zum
Beispiel.
Gesagt, getan. Ab zum
Komposter und ein paar
Würmer gesucht,
alternativ auch im
Angelladen erhältlich,
aber warum unnötig Geld
ausgeben?!?!
Als Haken benutzt man am
Besten einen ganz
normalen Wurmhaken,
wegen den kleinen
Widerhaken am
Hakenschenkel. Natürlich
kann man dies auch an
einer Haarmontage, wie
man sie vom Boilieangeln
kennt, anbieten. 3-5
Würmer angeködert, und
2-3 Kunstmaden,
ebenfalls von
Enterprise, als
Wurmstopper dazu. Diese
Maden benutze ich hier
in Neonfarben. Hat den
Vorteil, dass sie als
Eyecatcher dienen, d.h.
sie setzten einen
optischen Reiz.
Fertig ist Montage
Nummer 1. Die gleiche
Montage benutzt man auch
für die Kunstwürmer,
diese gibt es in
sinkender oder in Pop up
Version. Auch hier
benutze ich Neonmaden
als Kontrast.
Als 2ten Köder möchte
ich mich nun dem Mais
widmen. Die meisten
fischen mit Hartmais als
Lockmittel und
Dosenmais, oder
Sweetcorn, genannt als
Hakenköder. Den Hartmais
bekommt man in großen
Mengen relativ günstig
bei einem Bauer. Diesen
lässt man ca. 12
Stunden quellen, danach
gut aufkochen und im Sud
mehrere Stunden stehen
lassen und fertig
ist unser
Anfüttermittel.
Natürlich kann man noch
Flavour
hinzufügen, aber haben
sie es schon mal mit
Teebeuteln (z.B. Kirsche
oder Erdbeere) probiert
?
Zum Anfüttern benutze
ich dort wo kein Boot
erlaubt ist die Spomb.
Da Mais relativ klein
und leicht ist kann man
ihn relativ schlecht mit
einer Schleuder füttern
Eine toller Erfindung.
Im Gegensatz zu einer
herkömmlichen
Futterrakete geht bei
der Spomb beim Wurf
nichts verloren.
Nun zum Hakenköder.
Entweder auch vom
Hartmais, welcher
selektiver für Karpfen
ist, da er von
Kleinfischen nicht so
schnell vom Haken
gezogen werden kann,
oder wie schon vorher
erwähnt den süßen
Dosenmais. Letzterer hat
den Nachteil, dass er
sehr weich ist und bei
Gewaltwürfen oft vom
Haken fällt. Man kann
einzelne Körner auf den
Haken ziehen oder an
einer Haarmontage eine
Maiskette bilden.
So
hat jeder sicherlich
schon mal geangelt, aber
wahrscheinlich noch nie
mit Neonmais!!!
Enterprise heißt die
Lösung, sie bieten
Kunstmais in allen
erdenklichen Farben und
mittlerweile auch
Geschmacksrichtungen an.
Sie gibt es als
sinkender und
schwimmender Köder.
Besonders mag ich eine
Maiskette aus Hartmais
mit 2 Neon Popup
Maiskörnern am Ende, so
dass es leicht vom Boden
hoch steht. Diese
gibt es mittlerweile
auch in geflavourter
Version von Enterprise.
Was ein sehr guter
Akzent bildet ist der
NightGlow Mais von
Enterprise. Dieser wird
kurz mit einer UV Lampe
angestrahlt und schon
leuchtet er hell auf.
Diesen gibt es wahlweise
in Gelb-Grün bzw. Blau.
Gleicher Effekt wie bei
den Kunstmaden.
Optischer Reiz heißt
auch hier das
Schlüsselwort.
Als letzten Retro-Köder
komme ich auf das
Brötchen zu sprechen.
Eine einfache Teigkugel,
geformt aus Weißbrot war
wahrscheinlich der
Vorläufer der Boilies.
Hierzu gibt es
mittlerweile viele
Möglichkeiten es
anzubieten, z.B. Mit
einer Laufmontage, d.h.
ein Laufblei auf die
Hauptschnur, Perle und
Wirbel anknoten…fertig.
Funktioniert wie folgt:
Das Laufblei liegt auf
dem Boden und der
Brotköder treibt langsam
an die Wasseroberfläche,
dort wo viele Karpfen im
Sommer nach Nahrung
suchen. Somit wäre auch
schon erwähnt, dass Brot
ein hervorragender Köder
zum Oberflächenangeln
ist. Eine weitere und
meiner Meinung nach die
einfachste Methode um an
der Oberfläche zu
fischen ist die gute
alte Wasserkugel.
Ich kann mich gut daran
erinnern wie ich damals
meinen allerersten
Karpfen mit einer roten
Wasserkugel, einem 1,5m
langen Vorfach und einem
Stückchen Brotkruste
gefangen habe.
Eigentlich war ich
damals zum
Forellenfischen. Ich
konnte aber nicht dem
Versuch widerstehen den
sich sonnenden Karpfen
zu überlisten. Also wie
erwähnt umgebaut und
angeworfen… Der Puls
begann zu rasen, als
sich der Fisch nach
einiger Zeit auf den Weg
zur Brotkruste machte
und sie dann mit einem
lauten Schlürfen einzog…
Aber zurück zum Thema.
Nachteil einer solchen
Brotkruste ist, wie auch
beim Dosenmais, dass man
nur ganz vorsichtig
auswerfen kann, sonst
liegt der Köder an einer
anderen Stelle wie der
Haken. Aber auch hier
hat die Firma Enterprise
Abhilfe leisten können.
Kunstbrot mit leichtem
Vanillegeruch, kaum vom
Original zu
unterscheiden. Dieses
aber bitte am Haar
anbieten, damit der
Hakenspitze beim Biss
frei ist und auch
sicher greifen kann.
Um die Karpfen auch
in größerer Entfernung
mit Brotstückchen
anzufüttern, empfehle
ich auch hier die Spomb.
Mit ihr kann man
punktgenau füttern und
danach das Kunstbrot als
Köder präsentieren.
Vorteil ist, dass man so
in großer Entfernung
fischen kann und nicht
die Fische in Ufernähe
ziehen muss, um
erfolgreich zu sein. Im
Uferbereich ist immer
eine größere Portion
Vorsicht bei den
Fischen,
erfahrungsgemäß, als in
der Seemitte zum
Beispiel.
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