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Vom
10.09. bis 18.10.10
besuchte ich als
neuestes Mitglied von
Team Pfalzcarp zusammen
mit 3 Angelkollegen aus
unserem Angelverein,
Joachim, Wolfgang und
Frank, das erste Mal
Spanien. Ziel war es
einen Wels, am besten
den ersehnten „Großen“,
zu fangen. Doch nun erst
einmal zurück in den
Januar 2010.
Es war
noch kalt draußen, als
wir 4 beschlossen im
September ins „Warme“
zum Angeln zu fahren.
Joachim und Wolfgang,
die schon ca. 15 Jahren
nach Mequinenza
jährlich fahren, fragten
Frank und mich, ob wir
Lust hätten uns ihnen
anzuschließen. Schnell
war für Frank und mich
klar, dass wir alle
Hebel in Bewegung
setzten würden, damit
dies klappt. Also am
nächsten Tag direkt den
Urlaubsschein ausgefüllt
und beim Chef abgegeben.
Bei mir war es der
perfekte Zeitpunkt, da
in dieser Zeit niemand
aus meiner Werkstatt
Urlaub hatte. Somit war
ca. 3min später mein
Urlaub von
arbeitstechnischer Seite
geklärt.
Jetzt hieß es warten,
warten, warten… Bei
jedem Treffen, egal ob
mit Frank, Joachim oder
Wolfgang gab es fast nur
noch ein Thema:
„ Spanien olé“
Wir
redeten über die Härte
des Anschlags, aber dazu
später mehr, über die
Kraft der Fische, über
die Landschaft…. und
meistens endeten die
Treffen mit den Worten:
„In x-Wochen ist es
endlich soweit“. Der
Urlaub rückte immer
näher
und die Freude
und Aufregung stieg
immer mehr.
Im
Juli trafen wir uns dann
um alles genau zu
besprechen:
Abfahrtszeit; wer bringt
was mit; was brauchen
wir alles; wie viel Geld
brauchen wir und vieles
mehr. Anschließend
schauten wir noch einen
Film der im Urlaub 2008
von Joachim und Wolfgang
gedreht wurde. Bei mir
und Frank, als
Greenhorns, platzte
jetzt endgültig der
Geduldsfaden, am
liebsten schon früher
fahren, ach was am
besten
JETZT!!!!!
Jetzt schlug die Stunde
von Joachim. Er machte
uns mit weiteren
Geschichten die Nase
lang, so dass die
Aufregung ins
Unermessliche stieg. Wie
ein Kleinkind auf die
Freude an Weihnachten
kam ich mir vor, aber es
war schön sich auf das
zu freuen, was ich eben
gesehen habe.
Ein
Problem gab es aber
noch: Fliegen
oder Fahren ?!
Fliegen wäre schnell und
wahrscheinlich auch
günstiger, fahren
dauerte ca. 15 Stunden
(1400km), aber wir
könnten im Gegensatz zum
Fliegen Angelsachen
mitnehmen. Ca.30min
später waren wir uns
einig -> Fahren. Jetzt
musste nur noch ein Auto
organisiert werden.
Joachim der in einem
Autohaus arbeitet
übernahm diesen Part und
besorgte uns einen fast
neuen VW T5 Bus. Der
sollte reichen um uns
vier und einiges an
Tackle nach Spanien zu
bringen.
2
Wochen vor Abfahrt
bekamen wir dann die
endgültige Zusage vom
Autohaus. Jetzt konnte
uns nichts mehr im Wege
stehen. Über Wochen
beobachtete ich das
Wetter in Lleida, da
dies der
nächstgelegenste Ort
war, wo wir hinfuhren.
Genauer gesagt fuhren
wir nach Mequinenza an
die Flüsse Ebro, Cinca
und Segre mit den beiden
Stauseen.
Montags 06.09
fing meine letzte
Arbeitswoche vorm Urlaub
an, zum Glück hatte ich
Frühschicht, so dass ich
mittags die Zeit hatte
alles zu richten und zu
packen.
Mittwoch 08.09.
wurde dann das ganze
Angelgepäck noch mal
kontrolliert.
„Wahrscheinlich brauchst
du das eh nicht alles“,
dachte ich. Aber jeder
von uns Angler kennt die
Situation: Man sitzt am
Wasser und es beißt
nichts, dann fallen
einem all die Sachen
ein, welche man jetzt
probieren könnte, ja
wenn man sie nur dabei
hätte. Diese Gedanken
wollte ich weitestgehend
nicht in Spanien haben.
Also rein mit den ganzen
Dips, Sprays,
Köderimitationen……
Donnerstag 09.09.
rappelte ich mich 4:45
Uhr zu meinem letzten
Arbeitstag vorm Urlaub
auf. Die zeit auf der
Arbeit stand fast still.
Als es dann endlich
14:15 Uhr war und meine
ganzen Arbeitskollegen
von mir informiert
waren, egal ob sie
wollten oder nicht, dass
es morgen endlich nach
Spanien geht, schrieb
ich eine SMS mit nur
einem Wort an Frank:
URLAUB !!
Zu hause angekommen
packte ich meine
Sportsachen und fuhr
nachmittags noch ins
Kickbox-Training, um die
zeit so schnell wie
möglich hinter mich zu
bringen. Es dauerte ja
schließlich noch ca.19
Stunden bis Joachim mich
abholte.
Freitags 10.09.
bekam ich morgens noch
Besuch. Die Zeit verging
wie im Flug. Gegen 15
Uhr musste ich noch mal
zu Eric, da ich noch
frische Maden brauchte
zum Laubenangeln, da wir
in unserer „Freizeit“,
d.h. die Zeit die wir
nicht mit unserem Guide
Bodo verbrachten, dem
Zander zu Leibe rücken
wollen. Es war
19:15 Uhr als mein Handy
klingelte und mir
Joachim sagte, dass er
in 30 Min. bei mir wäre.
So war es dann auch.
19:50 Uhr stoppte ein
weißer T5 Bus vor meiner
Haustür. Joachim und
Wolfgang begrüßte ich
mit einem freundlichem
„HALLO, jetzt
wird’s aber auch Zeit“.
Zusammen packten wir
jetzt meine sieben (naja
es waren schon ein paar
mehr) Sachen in den
Kofferraum und ab ging
es zu Frank. Bei ihm zu
Hause angekommen
überraschte uns seine
Frau Melanie noch mit
selbstgebackenen
Kaffeestückchen, welche
schon kurz nach der
franz. Grenze leer
waren. Joachim, der an
diesem Tage noch
arbeiten musste schruppt
die ersten der insgesamt
1400km runter. Nach ca.
3 Stunden Fahrt übernahm
ich nach einer kurzen
Pause das Steuer. Wir
fuhren durch Lyon. Eine
Stadt von deren Größe
ich mehr als beeindruckt
war. Ich wusste zwar,
dass sie groß ist, aber
so groß habe ich sie mir
nicht vorgestellt.
Danach übernahm Wolfgang
das „Ruder“ und
pünktlich zum
Sonnenaufgang waren wir
kurz vor der spanischen
Grenze am französischen
Mittelmeer. Ein
Sonnenaufgang wie aus
dem Bilderbuch mit allen
warmen Farben. Die
restlichen Kilometer
teilten Frank,
Joachim und ich dann
auf. Es war gegen 12Uhr
als wir dann zum ersten
Mal den Ebro live sahen
und 30min später standen
wir vor unserem
Ferienhaus. Der Anblick
der Natur war
überwältigend. 20m
zwischen Haus und
Wasser, am anderen Ufer
Felswände und darüber
kreisten die Geier.
Jetzt hielt
mich nichts mehr. Sachen
auspacken, Stipprute
montieren und Köfis
angeln. Gegen 17Uhr
fuhren Joachim und ich
einkaufen. Da aber alle
Geschäfte in Mequinenza
zu hatten mussten wir
einen Ort weiter.
Schnell hatten wir alle
Sachen gekauft und
machten uns wieder auf
den Heimweg. Kurz bevor
es Dunkel wurde hatte
ich meine Zandersachen
montiert und mein Köfi
flog am
Doppeldrilling-System
gen Wasser. Jetzt hieß
es warten, so bin ich es
zumindest von meinem
Hausgewässer gewöhnt. Es
dauerte noch keine 10
min bis sich mein Delkim
zum ersten Mal meldete.
VOLLRUN!!! Anschlag -
nichts. Die leeren Haken
hielt ich wortlos in
meiner Hand als Franks
Bissanzeiger aufheulte.
Aber gleiches Ergebnis.
Wir bestückten unsere
Haken neu und ab ins
Wasser damit. Kurz
darauf selbes Spiel
wieder. Für meinen
Dritten Biss überlegte
ich mir eine neue
Taktik. Beim Vollrun
Freilauf raus und
in die Bremse
laufen lassen. Ich
musste nicht lange auf
den 3. Biss innerhalb
der ersten Stunde
warten.
| Und genau
wie vorher
überlegt ging
ich jetzt vor.
Ich schloss den
Freilauf und
ließ den Fisch
in die fast
geschlossene
bremse laufen.
Die Rutenspitze
bog sich zur
Seite und ich
nahm kurz darauf
die Rute in die
Hand. „Hängt“
rief ich und
nach kurzem aber
schönem Drill
konnte ich einen
staatlichen
Zander von 73cm
in die Maschen
meines Keschers
führen. Wir
schätzten den
Zander auf gute
3kg. |
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Als ich die haken lösen
wollte musste ich leider
feststellen, dass beide
Drillinge so tief
sitzen, dass ich sie
nicht mehr sah. Und um
das Leid des Fisches so
schnell wie möglich zu
beenden, gab es nur noch
eine Lösung: Abschlagen
und Filetieren. Es gab 2
schöne Filets, die uns
4, 2 Tage später
sättigten. Ich ließ es
mir nicht nehmen sie
selbst zu zubereiten.
Ich würzte sie mit
Pfeffer, Salz und
Chillie. Nach dem braten
noch Zitronensaft
drüber, fertig.
Sonntags
verlief es dann eher
ruhig. Joachim zeigte
Frank und mir die
Gegend. Zuerst fuhren
wir an den oberen
Stausee, wo wir als
erstes an der riesigen
Staumauer hielten.
Beeindruckt von der
Größe schoss ich ein
paar Fotos bevor es
weiterging. Wir fuhren
knappe 70 km am Stausee
entlang, als wir wieder
umdrehten und
zurückfuhren, da wir
noch Köfis fangen
wollten. Am Abend stand
ein Essen im Bellavista,
einem Restaurant mit
schöner Aussicht, auf
dem Plan. Wir bestellten
uns alle auf Empfehlung
eine Fischplatte. Sie
schmeckt so gut, dass
ich unbedingt in der
Woche noch einmal eine
essen wollte. Der
restliche Abend verging
bei gemütlichem
Zusammensitzen, reden
und vor allem Lachen wie
im Flug bis wir dann
gegen 1Uhr total
übermüdet aber dennoch
zufrieden ins Bett
fielen.
Montags
morgens um 8Uhr
klingelte der Wecker.
Raus aus den Federn und
Frühstück kaufen gehen.
Brötchen, so groß wie
ein Frühstücksteller
standen auf Speiseplan,
zusammen mit Nutella,
Marmelade, Wurst und
Käse, genauso wie
frische spanische
Tomaten. Gegen Mittag
packte ich meine Sachen
zum ersten Welsguiding-Tag
des Urlaubs und meines
Lebens. Kopflampe,
Ersatzkleider, Stuhl und
vor allem Sonnencreme
und Mütze. Die
Temperatur war um 13 Uhr
bei 32°C stehen
geblieben. Es war 14Uhr
als wir eine Autohupe
hörten. Bodo, unser
Guide für die nächsten 5
Tage war gekommen.
Zusammen mit seinem Sohn
Oskar und seinem Hund
Quiqueck machten wir uns
zusammen an den
sogenannten
5-Minuten-Damm. Woher
der Name kommt, später.
| Dort
angekommen fiel
mir nur ein Wort
ein:
WOW! So
ein Fleckchen
Erde muss man
erst mal finden.
Nur das Rauschen
des Wassers und
das singen der
Vögel konnte man
hören. Doch
plötzlich wurde
diese Stille
durch
Hammerschläge
jäh
unterbrochen.
Joachim war es
der die
Rutenhalter in
den Boden
hämmerte. 6
Stück schön in
Reih und Glied
standen sie nun
bereit. Bodo
montierte die
Ruten, bestückte
die haken und
fuhr Montage für
Montage raus zu
den Hotspots. Am
anderen Ufer
befestigte er
sie mit einer
0,35mm
Monoschnur,
welche als
Reißleine
diente. |
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Als
Bodo fertig war wollte
ich nun wissen, wieso
dieser Platz
5-Minuten-Damm hieß, als
wir zum ersten Mal ein
Aalglöckchen hörten. Die
Antwort war nur kurz:
„Deshalb!“ Da Joachim
und Wolfgang, Frank und
mir
den Vortritt
lassen wollten, da wir
zum ersten Mal dabei
sind, hatte ich das
Glück näher als Frank an
den Ruten zustehen. Bodo
nahm die Rute und ich
wartete auf den wie
viele Monate vorher
schon heiß diskutierten
Anhieb. Aber er blieb
aus, da Bodo seit
ca.1Jahr nur noch mit
Circle-Hooks arbeitete.
Mit einem freudigem
„Hängt“ übergab er mir
die Rute und der erste
Welsdrill meines Lebens
begann.
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Leider
dauerte dieser
keine 5 min, da
der Fisch direkt
auf mich zu
schwamm. Es war
schwer Kontakt
zuhalten. Kurz
vorm Ufer blieb
er stehen, so
dass ich ihn
dann die letzten
Meter bei pumpen
konnte. Bodo
landete ihn
gekonnt mit
einem
Wallergriff und
zog ihn langsam
und vorsichtig
auf die Plane,
welche er zuvor
schon bereit
gelegt hatte. Da
lag er nun mein
erster Wels,
1,26m lang und
wunderschön
marmoriert. |
Nachdem der Fisch vom
Haken befreit war,
begann das Fotoshooting.
Zuerst mit einer Hand,
dann auf dem Arm und zum
Schluss noch im Wasser.
Einfach ein geiles
Gefühl. Jetzt hieß es
aber wieder „BACK TO THE
FREEDOM“ und als ob
nichts gewesen wäre
schwamm er langsam
davon. Nachdem mir alle
zum Fisch gratuliert
hatten, legte Bodo und
ich die Rute wieder aus.
Jetzt hieß es für Frank
warten, da der nächste
seiner ist. Eine Stunde
später etwa bog sich
eine Rutenspitze
Richtung Wasser und
schoss, sofort nachdem
die Reißleine ihre
Funktion erfüllt hatte,
wieder nach oben. Frank
stürmte an die Rute und
machte alles so wie es
Bodo uns vorher erklärt
hat. Hängt auch sagte er
mit einem breitem
Grinsen. Nach kurzem und
vor allem Wels
untypischen Drill,
wussten wir wer das
Kräftemessen gegen Frank
und seine Rute aufnahm.
Es war ein wunderschöner
Schuppenkarpfen von
knappen 13 Pfund.
Natürlich hatte dieser
an diesem starken Gerät
nicht den Hauch einer
Chance gehabt. Da wir
mit 8 Pellets am Haar,
einem sogenannten Donut,
fischten hatten wir mit
solch einem Fang nicht
gerechnet. Nach dem
Bilder machen und
releasen beschlossen wir
kurzer Hand, da es sich
nicht um den Zielfisch
handelte, dass Frank
auch den nächsten Biss
verwerten solle.
Und
so kam es, dass Frank
nur kurz darauf wieder
am drillen war. Diesmal
war der Drill anders.
Kräftige Schwanzschläge
sah man ganz eindeutig
in der Rutenaktion, so
dass schnell klar wurde:
ZIELFISCH. 1,38m war
Franks Silurus Glanis.
Ein leichter
gelbschimmer in der
Marmorierung überdeckte
den Körper des Fisches.
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Auch Frank
spielte, wie ich
zuvor, die
ganzen
Fotomöglichkeiten
durch. Natürlich
stand auch bei
ihm das
Wohlbefinden
unserer
schleimigen
Freunde zu jeder
Zeit an erster
Stelle. Klar
sollte dies
selbstverständlich
sein, möchte an
dieser Stelle
trotzdem noch
mal ausdrücklich
darauf
hinweisen, dass
wir Angler
niemals
vergessen
dürfen, dass es
sich bei einem
Fisch genauso um
ein Lebewesen
handelt wie wir
es sind, nur
dass es nicht
schreien kann
wenn es
Schmerzen
hat!!!!
So jetzt aber
wieder zurück,
es war schon
dunkel als der
4. Biss des
Tages kam.
Joachim war an
der Reihe. Mit
seiner Routine
und Gelassenheit
drillte er
seinen, na raten
Sie mal,
richtig…
KARPFEN; wieder
nicht Zielfisch.
Noch im Wasser
abgehakt
verabschiedete
sich der Schuppi
mit einem
Flossenschlag in
die Dunkelheit.
Gegen 22 Uhr war
dann der erste
Tag beendet und
wir fuhren
zurück ins Haus.
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Dienstags
morgens dann der
gleiche Ablauf.
Frische, leckere
Brötchen kaufen
gehen und dann
in aller Ruhe
bei 25°C um 9:30
Uhr frühstücken.
Danach machte
ich eine kleine
Schwimmrunde
direkt im Wasser
vor unserer
Haustür.
Pünktlich um 14
Uhr stieß Bodo
wieder zu uns
und wir fuhren
zum 2.
Angelplatz den
Bodo den
Sackgassenplatz
nannte. Quer
durch
Obstplantagen
mussten wir
fahren bis wir
am Platz waren.
Heute fischen
wir volles
Programm, d.h.
nicht wie
gestern mit6
sondern mit 8
Ruten. Gesagt
getan. Schnell
waren alle Ruten
gespannt und wir
saßen gemütlich
zusammen. Nach
ca. 3 Stunden
der erste Biss
des Tages.
Joachim, der ja
gestern einen
Karpfen hatte
war erneut an
der Reihe. Ohne
dem Fisch auch
nur eine kleine
Chance zu geben,
pumpte er den
Walli an Land.
1,52m war er
lang und bis
dato der Größte.
Schnell ein paar
Bilder von Bart-
und Bartelträger
und zurück mit
ihm in sein
Element.
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Nun war nur noch
Wolfgang ohne
Fischkontakt.
Frank und ich
fotografierten
in der Zeit des
Wartens
wahrscheinlich
jeden Grashalm,
Oskar schleppte
Steine und warf
sie ins Wasser,
der Rest saß
relaxt auf ihren
Stühlen. Die
Dunkelheit hatte
uns schon
eingeholt als
auch Wolfgang
nun endlich
seinen Biss
bekam. Ganz
langsam bog sich
die Rute nach
unten. Zuerst
waren wir uns
nicht sicher ob
es ein Fisch
oder Kraut ist,
doch lieber
einmal zu viel
anschlagen wie
einmal zu wenig
und deshalb
konnte jetzt
auch Wolfgang
seinen Walli von
1,14m zum
Landgang
überreden.
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Nach dem Fotografieren
und zurücksetzen
beschlossen wir langsam
zusammen zupacken, als
plötzlich ein heftiges
Rucken durch die rechte
Rute ging.
Endlich mal ein
richtiger Biss, sagte
Bodo. Da ich
nun wieder an der
Reihe war, nahm ich die
Rute mit einem kräftigen
Ruck aus dem Ständer und
der Spaß begann erneut.
Schnell wurde mir klar
dass dieser stärker und
größer ist als mein
Erster. Vom Angelhaken
merklich genervt stellte
er sich quer in die
Strömung. Immer wieder
die gleichen Bewegungen,
Rute runter und wieder
sofort nach oben, beim
erneuten senken
„gewonnene“ Schnur
aufkurbeln. So die
Theorie, die Praxis
hingegen sah so aus,
dass er am Anfang Schnur
trotz fast geschlossener
Bremse nahm und zwar
soviel er wollte. Nach
längerem Drill, in dem
sich mein „Gegner“ noch
in einem Baum
festsetzte, konnte ich
ihn letztendlich doch
überreden zu uns ans
Ufer zu kommen.
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Da lag er nun in
seiner vollen
Länge und
Schönheit. 1,59m
und somit mein
neuer PB (naja
war ja auch erst
der zweite Wels
den ich gefangen
habe).
Wasserbilder
waren an dieser
Stelle leider
nicht möglich.
Also hieß es
Pulli aus und
„Schleim-Bilder“.
Hoch, quer von
vorne, von
hinten ins Maul
alles war dabei
und alles gab
schöne Bilder.
Das waren auch
gleichzeitig die
letzten des
Tages, da wir
jetzt zusammen
packten.
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Mittwochs
morgens machten
wir nach dem
Frühstück einen
kleinen
Stadtbummel in
Mequinenza. Auf
der Liste
standen ein
Besuch im Camp „Bavarian
Guiding“, ein
Bummel an der
Promenade, der
Wochenmarkt und
natürlich auch
die
Angelgeschäfte.
So voll gepackt
verging der
Morgen viel zu
schnell. 14Uhr
war es wieder
als Bodo uns zu
unserem 3.
Ausflug abholte.
Wir fuhren wie
am Vortag wieder
durch
Obstplantagen
bis wir am
Angelplatz
ankamen. Ein
ekliger Geruch
lag dort in der
Luft. Frank und
ich fanden auch
kurz darauf den
Grund dafür: ein
toter
Schäferhund
eingewickelt in
ein Leintuch und
einfach in den
Wald geworfen.
Unvorstellbar.
Runenplatz so
nannte ihn Bodo,
da ein
Steinhaufen ihn
an ein Runengrab
erinnerte. Die
war auch der
Platz an dem
zusammen mit
Henning Stielke
vor ca.2 Jahren
der
Blinker-Bericht:
„Der Guide der
1000 Welse“
entstand. Bodo
ist nämlich
genau dieser
Guide. Er hatte
in einem Jahr
über 1000 Welse
Anglern so wie
uns an den Haken
gebracht. Wir
waren sehr
optimistisch mit
diesem
Hintergrundwissen
was diesen Platz
anging. Wir
mussten auch
nicht lange auf
den ersten
Fischkontakt
warten. Frank
war diesmal
wieder an der
Reihe. So
drillte er nun
auch seinen 2.
Wels ans Land.
89cm war dieser.
Klein aber
fein.Auch
Joachim sollte
an diesem Tag
nicht lange
warten.Wir
saßen bei einem
kühlen Getränk
zusammen, als
ein Glöckchen
bimmelte.Gleichmäßig
und vorsichtig,
aber dennoch mit
soviel Druck
drillte er, dass
der Fisch
schnell müde
wurde. Bei 1,46m
hörte Bodo auf
seinen Rollmeter
aufzurollen. Zu
den Fotos des
1,52m (erste von
ihm) gesellten
sich jetzt
Weitere. |
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Der Rest des
Abends verlief
fischtechnisch
sehr ruhig.
Allerdings
nervte uns eine
Armada aus
Fliegen an denen
wahrscheinlich
der tote Hund
nicht ganz
unschuldig war.
Mücken soweit
das Auge
reichte.
Frank und ich
zogen uns
irgendwann auf
den Steinhaufen
zurück. Dort war
es ein wenig
angenehmer. Ohne
nennenswerte
Vorkommnisse
endete der 3
Tag. Resume bis
dato 7 Wels,
1,59m der
Größte.
Donnerstag,
Tag 4, sollte
dann das
Highlight an der
Highbank werden.
Nach kurzer
Anreise zum
Angelplatz
montierten wir
rasch unsere 8
Ruten und Bodo
fuhr sie hinaus.
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Jetzt hieß es
wieder warten
auf den ersten
Biss des Tages.
Wolfgang war nun
wieder an der
Reihe, d.h. er
sollte den Tag
einläuten.
Kurz darauf war
es dann auch
soweit BISS.
Er war schwer am
pumpen und so
konnte er nach
längerem Drill,
bei dem schnell
klar wurde dass
es sich hier um
wohl den Größten
bis jetzt
handelt, einen
1,88m Wels
landen.
Wir saßen bei
einem kühlen
Getränk
zusammen, als
ein Glöckchen
bimmelte.
Gleichmäßig und
vorsichtig, aber
dennoch mit
soviel Druck
drillte er, dass
der Fisch
schnell müde
wurde. Bei 1,46m
hörte Bodo auf
seinen Rollmeter
aufzurollen. Zu
den Fotos des
1,52m (erste von
ihm) gesellten
sich jetzt
Weitere.
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Wolfgang
kletterte die
etwa 4m steile
Felswand (daher
der Name
Highbank) zu
Bodo und seinem
Fisch hinunter.
Die Fotosession
fiel aber leider
aus, da es sich
der Waller
schneller als
geplant fürs
Releasen
entschied.
Trotzdem kam
Wolfgang mächtig
stolz wieder zu
uns rauf. Jetzt
war es für mich
wieder an der
Zeit. In der
Zeit des Wartens
planten wir
unseren
Abschlusstag
gemeinsam mit
Bodo. Dieser
hatte schon im
Vorfeld einen
Gasgrill besorgt
und sagte uns
dass er auch
noch Bratwürste
kaufen würde. Um
die Getränke
kümmerten wir
uns. Pünktlich
zum Ende unserer
Planung
klingelte ein
Fisch an der
Rute. Es sollte
mein 3. werden
wenn alles glatt
ging. Dieser
forderte mich
mehr als die 2
ersten, Bodo
schätze ihn
sogar über 2
Meter. Noch
aufgeregter
drillte ich
jetzt noch
vorsichtiger.
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1,65m hatte
dann dieser. Mein
Größter. Ich war
überglücklich und
mit den Bildern
klappte es auch
besser als bei
Wolfgang.
So
jetzt war es wieder
Frank der auf den
nächsten Biss wartete.
Gerade als die Dämmerung
langsam einbrach rief
Bodo „ BISS BISS“. Frank
pumpte und drillte, aber
nach ungefähr der Hälfte
der Strecke gab es einen
riesigen Ruck in der
Rute und der Fisch war
weg. Nun brauchte es ein
paar aufmunternde Worte
aber kurz darauf war
alles wieder i.O. So
ging dann auch der Tag
zu Ende. Für
Freitag, 5
und letzter Trip, suchte
Bodo einen Platz aus den
er den dicken Baum Platz
nannte für uns aus.
Wissentlich, dass am
Vortag dort 2 Wels
jenseits der 2,20m
gefangen wurde. Wir
bauten alles auf und ich
begann danach sofort auf
den Baum zu klettern.
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Normalerweise
sagt ein
Sprichwort:
„Wenn Affen
klettern, gibt
es schönes
Wetter“, aber es
sollte doch
Anders kommen.
Zuerst aber
kamen wir in den
Genuss von
leckeren,
spanischen
Bratwürsten.
Nach ca.3
Stunden begann
es dann zu
regnen. Aber
nicht wie bei
uns sondern
sinnflutartig.
Innerhalb
weniger Minuten
stand unser
Angelplatz
komplett unter
Wasser. Die
Plane
funktionierten
wir kurzerhand
zu einem Dach
um. |
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Da wir die Tage
zuvor immer
länger angelten
als normaler
Weise üblich,
brachen wir an
diesem Tag
wetterbedingt
früher ab;
leider ohne
Fisch. Abends
entschlossen wir
uns noch mal ins
Bellavista zum
Essen zu gehen.
So endete der
letzte
Urlaubstag.
Zufrieden, aber
dennoch traurig
da es viel zu
schnell zu Ende
ging, fiel ich
ins Bett. Meine
Sachen waren
soweit schon
gepackt, sodass
ich samstags
morgens ein
bisschen länger
schlafen konnte.
Nach dem letzten
gemeinsamen
Frühstück hieß
es Abschied
nehmen und auf
die 1400km
vorbereiten. Die
Fahrt verlief
ohne Probleme
und so kamen wir
nachts gegen
halb 1 zu Hause
an. Total
übermüdet räumte
ich das Auto
aus. Jetzt noch
schnell duschen
und dann ab in
die Falle.
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Alles im Allem
war es ein wunderschöner
Urlaub mit tollen
Freunden. Hier noch mal
ein herzlichen Dank an
Joachim, Wolfgang und
Frank.
P.S.: übrigens ist 2011
schon wieder
gebucht!!!!!!
Im September
heißt es dann:
„Pfalzcarp goes
to Mequinenza – Part 2“
und dieses Mal werden
auch die Karpfen
anvisiert !
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