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SERGEJ:
Wochenendsession am Etang du
Moulin - März 2010
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Ich schaute ständig auf die Uhr, unruhig war ich und
konnte es nicht erwarten endlich die 1. Session für dieses Jahr zu starten.
Sehnsüchtig wartete ich auf den Feierabend und begann direkt mein Werkzeug zu
säubern um direkt nach Hause fahren zu können.
Auf dem Weg nach Hause besorgte ich noch Proviant für das Wochenende,
schließlich sollte es an nichts fehlen. Bis dann das gesamte Tackle noch einmal
kontrolliert und verstaut im Auto war, war es bereits kurz nach 23 Uhr. Dennoch
war ich hell wach und voller Vorfreude auf das bevorstehende Wochenende.
Pünktlich um 6:00 Uhr
klingelte mein Wecker, wie
bei einem Signal meines
Bissanzeigers stand ich
direkt hell wach neben dem
Bett, sprang unter die
Dusche und kochte mir einen
Kaffee für die Fahrt. Nach
etwa 1,5 Stunden Fahrzeit
bin ich dann endlich am See
angekommen. Ich stieg aus,
atmete die frische
Morgenluft und war mir
sicher dass ich an diesem
Wochenende viel Spaß haben
werde.
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Am See selbst liegen ständig 2 Boote die man zur
Überfahrt an seinen
Angelplatz benutzen darf.
Also packte ich direkt mein Tackle auf eines der Boote
und fuhr meinen Angelplatz
an. Um keine Zeit zu
verlieren und direkt mit dem
Fischen anfangen zu können,
baute ich als erstes meine
Banksticks auf und beköderte
meine Ruten. Bevor die
Montagen allerdings im
Wasser landeten, besann ich
mich noch einmal und
konzentrierte mich ganz auf
das Ausloten der von mir
ausgesuchten Spods. Ich
tastete zuerst
mit der Markerrute und dem
Markerblei nach der
Bodenstruktur und fand einen
festen und anscheinend
glatten Spod in einer Tiefe
von ca. 2,4m. Die Entfernung
lag in guter Wurfdistanz, ich schätzte
diese auf 80 bis 90 Meter,
Spod Nr. 1 war also gefunden.
Während der Suche mit der Markerrute,
sah ich an anderer Stelle
einige springenden Fische
ebenfalls in guter
Wurfweite. Diesen Platz
hatte ich mir natürlich
gleich vorgemerkt und
als die 1. Rute ausgelegt
und scharf war,
stand es natürlich nicht zur
Debatte diesen Punkt auch
mit der Markerrute zu
untersuchen. Ich ermittelte
1m Wassertiefe als mein
Marker die
Wasseroberfläche durchbrach an dieser
Stelle. Der Boden schien
auch nicht gerade voller
Schlamm zu sein, also Spod
Nr. 2 gefunden ! Meine
Taktik: jeweils 2 Ruten an
den beiden Spods etwa 2m
auseinander. Um den fischen
was leckeres und vor allem
visuelle sichtbares Futter
anzubieten, flogen zielgenau
mit dem Futterrohr erst
einmal je Spod ca. 1kg von
den
weißen Scopa Cabana Boilies
durch die Luft, möglichst
Zentral auf kleiner Fläche.
Der visuelle Reiz, gerade
auf dem flachen Spod ist
meiner Meinung nach genau
das richtige, um die Fische
im Frühjahr aus der Reserve
zu locken. Als Montage
dienten relativ schlichte
Montagen mit
Safety-Lead-Clips, wo
ich
Flat Pear Bleie einhing,
damit sie nicht von meinen
ausgewählten Plätzen
herunterrollen
konnten.
Zusätzlich feuerte
ich noch ein par Ballen Spodmix aus
Hanf und Chilli kombiniert
mit 4mm Pellets an die
Spods.
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Als die Ruten nun alle gut beigefüttert am Spod lagen,
gönnte ich mir eine
Zigarette und einen heißen
Kaffee. Meine Blicke
schweiften ständig nervös umher,
ich genoss das Kribbeln in
der Magengegend, was wohl
jeder von Euch kennt und ich
den langen Winter über so
sehr vermisst habe.
Jeden Moment könnte es
soweit sein, der 1. Fisch
der Saison 2010 könnte
ablaufen ! Es war herrliches
Wetter. Die Sonne konnte man
schon im T-Shirt genießen.
Entspannt und froh hier zu
sein, saß ich auf meinem
Stuhl. Doch es sollte nicht
lange anhalten. Mein Bissanzeiger meldete sich
und meine Rolle gab Schnur.
Fisch ! Ich setzte den
Anhieb und nach einem kurzen
Drill konnte ich eine
wunderschöne Schleie
Keschern von etwa 2kg.
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Nachdem die Schleie wieder in ihrem Element war,
beköderte ich meine Rute
neu, warf diese zurück auf
den Spod und machte mich an
den Aufbau meines Camps.
Gerade mit allem fertig und
dabei einige neue Rigs zu
binden, gab mein Delkim
wieder 2 kurze Pieper von
sich. Langsam lief ich zur
Rute, kein weiteres Signal
war zu hören. Ein
Schnurschwimmer konnte es
kaum gewesen sein, da ich
meine Schnüre mit Backleads
auf den Boden absenkte. Na
ja, vielleicht Kleinfisch
welcher an den Boilies
lutscht. Als ich
gerade umdrehen wollte,
Vollabzug, Dauerton ! Der Drill war
kurz aber heftig, die Fische
waren aktiv und anscheinend
auch kampfeslustig. Mein 1.
Karpfen kescherte ich also
kurz vor 17:30 Uhr am 19.
März. Endlich ! Der Winter
war für mich nun endgültig
vorbei. Sechs Kilo brachte
der Spiegler auf die Waage,
und da ich rechts Abseits
von der restlichen Truppe
saß beschloss ich den Fisch
selbst zu
fotografieren um in
schnell wieder ins Wasser
entlassen zu können.
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Nach der Fotosession und während einer Siegeszigarette
sprachen wir beide über die
Vergangene Nacht. Auf der
anderen Seeseite sind in der
Nacht nur Schleien gefangen
worden. Dafür aber in
beachtlichen Größen wie mir
berichtet wurde. Ralf machte
sich schließlich wieder auf
den Rückweg und ich begann
die Ruten einzuholen.
Gespannt schaute ich nach
den Ködern am Haar. An
diesem See hat man leider
sehr viele Probleme mit
Krebsen, davon konnte ich
zum Glück nichts
feststellen. Die Köder
wurden von den Krebsen nicht
anvisiert. Perfekt ! So soll
es sein. Als dann
schließlich die Ruten alle
wieder im Wasser lagen,
telefonierte ich kurz mit
Torsten und berichtet über
meinen Erfolg. Er freute
sich mit mir und wünschte
mir weiterhin viele Fische.
Auch meinem alten Freund
Walli musste ich direkt
davon berichten. Er
entschloss sich während
unseres Telefonates zusammen
mit seiner Frau mich zu
besuchen. Und das war nicht
alles. Walli mein Freund
wollte auch frisches
Grillgut mitbringen ! Ganz
nach meinem Geschmack. Ich
lag dann auf meiner Liege
und versuchte den Schlaf der
letzten Nacht nachzuholen.
Doch weit gefehlt ! Erneut
schrie mein Bissanzeiger !
Ein Schuppenkarpfen von 16
Pfund bat zum Fototermin.
Kevin, der am gleichen
Seeufer wie ich saß hatte
das bemerkt und kam auch
schon um Bilder zu machen.
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Ich tüftelte gerade an meine Montagen als kurz nach 13
Uhr Walli anrief. Sein
Kommando war klar und
deutlich: Schmeiß den Grill
an ! Nach 20 Minuten war er
da und die Glut in unserem
Grill bereit für die Steaks.
Kevin besuchte uns und wir
plauderten während des
Mittagsessen über den
bevorstehenden gemeinsamen
Frankreichtrip. Noch nicht
richtig fertig mit dem Essen
meldete sich mein
Bissanzeiger schon wieder.
Kevin lachte, konnte es
nicht glauben und ich
drillte den nächsten Fisch.
Ein sehr schöner Spiegler
mit knapp 25 Pfund besuchte
uns an diesem Mittag
unmittelbar gefolgt von
einem weiteren Spiegler der
etwa 18 Pfund auf die Waage
brachte.
Schöne
Doublette, kurz nach dem
Essen, Anglerherz, was
willst Du mehr ! ? Walli
und seine Frau fuhren gegen
18:00 Uhr nach Hause und ich
holte alle Ruten ein um
diese neu zu beködern. Mit
einem breiten Grinsen im
Gesicht und einem kühlen
Bier in der Hand saß ich
dann auf meinem Stuhl und
genoss den Sonnenuntergang
der sich langsam ankündigte.
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Nach einem kurzen „Frühstück“ welches aus Kaffee und
einer Zigarette bestand,
packte ich schließlich mein
Tackle zusammen und wartete
auf Sylvain welcher mich mit
dem Boot abholen wollte um
mich zum Parkplatz zu
bringen. Das Wochenende
verging mal wieder viel zu
schnell, aber ich war
äußerst zufrieden mit meiner
Abschlussbilanz von 12
Karpfen.
Die ganz großen
waren leider nicht dabei,
was für mich allerdings
keineswegs eine Enttäuschung
war !
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SERGEJ
TEAM-PFALZCARP
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