CHRISTIAN GRASSHOFF:  TRY AGAIN       

TRY AGAIN ...                                                             


Die Niederlage der letzten Woche liegt mir immer noch schwer im Magen. Aber genau das ist es was mich immer wieder anspornt und nach vorn bringt. Also neue Woche neues Glück. Der See war der Selbe wie die Woche vorher aber die Taktik und Stelle eine andere. Nicht zu vergessen die neuen Baits aus dem Hause Carpodrom. Die Wettervorhersage war sehr vielversprechend:

Wind, Regen und fallende Temperaturen: Also nichts wie los !

Am See angekommen widmete ich mich einem anderen Teil des Sees. Durch seine Größe ist Guterweise die Benutzung von Benzin Motoren zugelassen, also alles schnell aufs Boot und dann mit der Kraft von 4 PS an alle anderen vorbei ...

 und mit Vollgas in einen unbekannten See Abschnitt. Der Wind drückte mit voller Kraft auf das Ufer einer Halbinsel im Neuen Bereich. Also Stellensuche. In einem kleinen dichten Wald fand ich eine kleine Stelle wo gerade so mein Zelt hin gepasst hat. Der Erste Spot war klar, vor den Füssen wo die Tiefe schnell auf 6 m fiel. Die Wassertemperatur lag um die 13 Grad also in der absoluten Beissphase. Den zweiten Spot fand ich auf einen Entfernung von 150 m wo ein Plateau von 9 m auf stellenweise 4 m anstieg. Perfekt war auch noch das der Grund voll mit Muscheln war was mir mein Lot Blei bestätigte.

Den dritten Spot legte ich mir in Ufernähe gegenüber dem ersten Spot an. So das ich eine Staffelung wie ein Dreieck hatte. Egal von welcher Seite die Fische kamen würde ich sie Abpassen. Das Futter stellte ich aus Mais, Tigernüssen, Pellets und halbe, sowie ganze Boilies zusammen. Ich fütterte weit gestreut damit die Fische aktiv nach dem Futter suchen mussten. Die Erste Nacht konnte kommen. Etwas komisch war mir als ich allein mit Carlos in diesem finsteren Wald hockte und die Temperaturen sich deutlich der 0 Grad Marke nährten. Durch das knurren von Carlos wachte ich um 2 Uhr auf. Als ich hörte das auf das knurren von meinem Dicken ein gegen knurren kam. Ich sprang auf und ging aus dem Zelt um den Übertäter des Platzes zu verweisen. Leider konnte ich nicht sehen was es war ... Ich legte mich wieder in und wartete bis die Wärme zurück kam. Um 4 Uhr weckten mich ein paar Piepser meiner Distanzrute. Ich dachte nur... Ohhh nein keine Brasse: BITTE. Ich lief ins Wasser zu den Ruten und schaute was noch passieren würde. Ein Fallbiss reichte mir um gegen zu gehen. Ein leichter Wiederstand war die Folge. Ich zog den Fisch in meine Richtung. Er folgte ohne eine einzigste Gegenwehr. 20m vor mir gab die vermeintliche Brasse dann richtig Gas und meine Rolle kreischte los. HA doch keine Brasse ! Also ab ins Boot und ab zum Fisch war meine Antwort. Nach wundervoller Aktion meiner Greys folgte der Fisch in meinen Kescher. Ich muss schon sagen... Jeder Drill mit diesen Ruten ist ein reinstes Vergnügen. Ab zum Wiegen ging es für den Schuppi. Genau 10 kg und meine Freude war groß wieder alles richtig gemacht. Nach schöner Fotosessoin am folge Morgen brach ein Unwetter mit Sturm und Hagel auf mich ein. Es war verdammt kalt und der Wind drückte meine Tür ins Zelt.









Das Unwetter war vorbei und ich machte mich schnell an die Ruten und das Futter wieder alles neu raus. Der Abend kam und die Temperaturen gingen gegen Null. Die Nacht war kurz um 0 Uhr ein Biss auf die Distanzrute. Mist Aussteiger. Wieder alles raus an seinen Platz. Verdammt war das kalt. um 3.30 Uhr Voll Run auf der selben Rute. Hammer Drill schöner Schuppi von 11,5 Kg. Nach der Fotosession am kommenden Vormittag war es Zeit was zu machen. 2 Nächte und keine Aktion auf die Uferruten. Eine neue Stelle musste her von der ich aber weiterhin das Plateau befischen konnte. Schließlich wechselte ich auf das gegenüberliegende Ufer. Wind im Rücken und weitere Entfernungen waren die Folge. Aber strategisch gesehen perfekt. Nach der Spotsuche fand ich in einer Entfernung von 100m vom anderen Hot Spot ein weiters Plateau mit ähnlicher Struktur. Also weiter ging. Die Fische standen voll auf die Boilies was ihre Hinterlassenschaften im Boot und auf der Matte bestätigten. Also Feuer frei für eine etwas höhere Futtermenge um die Fische am Platz zu halten. Die dritte Rute fand ihren Platz in 9 m Tiefe hinter den Plateaus in 300m Entfernung. Die kommende Nacht war leider nicht zu gut. Ein schöner Lauf um 23 Uhr aber leider stieg der Fisch wieder aus. Der kommende Morgen war verdammt kalt die Temperaturen lagen jetzt um die 2 Grad bei starkem Nord Wind. Als ich mich um die Mittagszeit aus dem Schlafsack quälte machte ich mich gleich ans Futter zusammenstellen. Ich entschied mich die Strategie noch einmal etwas zu ändern indem ich jetzt zwei Ruten auf das Plateau legte wo bis jetzt alle Fische gebissen hatten. In folge der Stallung fütterte ich großflächig das ganze Plateau so 30m mal 20m. Das Futterbasierte auf einer Mais und Tigernuss Mischung zusammen mit halben und ganzen Boilies der Carpodrom Range. Ich fütterte 10 kg auf die ganze Fläche um die Fische suchen zulassen damit sie ihre scheu verlieren und ich durch den Fressrausch geweckt werde. Jetzt legte ich die erste Rute an das rechte Ende des Spots und fütterte noch ein paar Baits hinterher. Danach die Zweite ans andere Ende der Futterstelle. Als ich mit der Rute zurück kam begrüßte die andere Rute mich schon mit einem heftigen Vollrun. Erst schaute ich zum Motor ob ich vielleicht die Schnurr erwischt habe.. Aber denkste!!! Fischalarm :))) Nach dem Aufnehmen spürte ich, dank der geflochtenen Schnurr, jede einzelne Bewegung und wie er meine Marker einsammelte. Also ab ins Boot und 200 m Richtung Fisch. Ein schöner Drill und ein schöner Schuppi wanderte in meinen Kescher. Bei dem erneuten Ablegen der Rute zeigte das Echolot viel Großfisch an. Also 5 Kg Futter wieder hinterher. Zurück vom Ablegen kam auch schon Henri der zum Fotografieren und zum Filmen vorbei gekommen war. Viel Dank noch mal ! Auch dieser Fisch hat den Rubby Dubby genommen und mir das Boot, den Kescher und die Matte damit voll geschissen. Bild- und Video-Material waren gemacht und der Fisch schwamm wieder.



Der Abend nahte und die Hoffnungen für die Nacht stiegen als ich ein lautes Springen von meinem Spot her kommen hörte. Ich saß gerade vor dem Pod als ein Piepser erklang ich schaute auf die Spitze der Rute und sah wie sie langsam arbeitete. 10 Sekunden später dann VOLLRUN !!

Ich nahm die Rute und hielt gegen. Der Fisch zog los und ich spürte diesen Sch.... Ruck in der Rute und die Schnur viel zusammen ... Nein schon wieder einen verloren. Die Nacht konnte kommen die Ruten waren wieder neu beködert und einsatzbereit und ich haute mich von den kalten Temperaturen gedrängt wieder in mein Schlafsack. Die Nacht lief dann gar nichts mehr was mich nicht verwunderte da ich den Spot jetzt 4 Nächte befischte und die Fische so scheu sind das sie dann die Stellen meiden. Sehr schön sieht man das an den Beisszeiten. Diese waren bis auf 2 mal alle total verschieden was auf unterschiedliche Schwärme zurückzuführen ist. Ich packte im Regen zufrieden zusammen, denn viele vor mir sind von diesem See schon ohne einen einzelnen Pieper Heim gefahren. Aber dank meiner Taktik und dem Hammer Baits aus dem Hause Carpodrom, die jetzt mein vollstes Vertrauen genießen, fahre ich mit 6 Läufen und  3 schönen Fischen zurück nach Hause. Manchmal ist das Glück nicht immer da, so dass man nicht immer jeden Fisch bekommt.

Euer CHRISTIAN

TEAM-PFALZCARP